SATZUNG AKKREDITIERUNG GÜTESIEGEL

Hier finden Sie unsere aktuelle Satzung.

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Präambel

Der Bundesverband der Beschaffungsinstitutionen in der Gesundheitswirtschaft Deutschland (BVBG e.V.) wurde im Jahr 2009 gegründet. Entsprechend der Zweckbestimmung hat er das Ziel, einen signifikanten Beitrag zu leisten, die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland auf höchstem Niveau zu erhalten. Es gilt als Prämisse, die Qualität der Versorgung weiter zu steigern, und Kosten zu reduzieren durch Optimierung /Weiterentwicklung der Beschaffungsprozesse und Beschaffungssystemleistungen.

Zur Erreichung dieses Zwecks sollen die Leistungen der Beschaffungsinstitutionen transparent gemacht und eine Interessenvertretung innerhalb der Gesundheitswirtschaft durch den Verein etabliert werden.

Nachfolgende Ziele hat sich der BVBG gesetzt:

  • Enge Kommunikation zwischen Anwendern und Industrie zu fördern, um beste Lösungen für die Patientenversorgung zu realisieren.
  • Faire Marktplattformen zu schaffen
    • offenen, fairen und konstruktiven Dialog mit der Industrie zu
      führen,
    • Verbindlichkeit bei Vereinbarungen sicherzustellen,

Diese Belange sind in der Satzung des Vereins niedergelegt.

 

Gütesiegel

Der Verein hat sich im Jahr 2011 entschlossen zur Durchsetzung dieses satzungsmäßigen Zwecks die Einführung des „BVBG-Gütesiegels“ einzuführen. Das „BVBG-Gütesiegel“ ist ein sektor-übergreifender und interdisziplinärer Ansatz zur gemeinsamen Weiterentwicklung wichtiger Fragen und Herausforderungen der Gesundheitswirtschaft. Das BVBG-Gütesiegel ist ein Beitrag, den betriebswirtschaftlichen, unternehmerischen und ethischen Fokus der Diskussionen im Beschaffungsmanagement in der Gesundheitswirtschaft positiv zu beeinflussen. Das „BVBG-Gütesiegel“ will diese Aufgabe als nicht kommerziellen, nicht renditeorientierten Ansatz umsetzen.

Das „BVBG-Gütesiegel“ stellt kein Qualitätssiegel dar, welches im Rahmen von Vergabeverfahren als Referenz durch Dritte gefordert werden kann. Das „BVBG –Gütesiegel“ stellt als Werbeinstrumentarium die Dokumentation nach außen dar, dass der Träger als Gütesiegel-Partner die Ziele und Aussagen der Charta des „BVBG-Gütesiegel“ unterstützt.

 

Zielgruppen

Das „BVBG-Gütesiegel“ soll einen Expertenaustausch unterstützen. Hierzu können Versorgungseinrichtungen (u.a. Kliniken, Reha-Zentren u.a.), Industrieunternehmen (Medizintechnik/Pharma) und Beschaffungsinstitutionen innerhalb des Angebots auf freiwilliger Basis gemeinsam wichtige Themen diskutieren, analysieren und Innovationen fördern.

 

Akkreditierungsvorgang

Zur Teilnahme an einem aktiven Austausch ist zur Erlangung der Berechtigung des „BVBG-Gütesiegel“ zunächst ein Akkreditierungsvorgang notwendig. Der Akkreditierungsvorgang erfolgt webbasiert über die die Internetplattform www.bvbg-guetesiegel.eu.

  1. Zur Durchführung der Akkreditierung ist eine Online-Registrierung notwendig. Im Rahmen dieser Registrierung werden Fragen zu Namen, Gesellschaftsform, Kontaktdaten, Ansprechpartner-Akkreditierung und Fragen zur Mitgliedschaft bei Beschaffungsinstitutionen abgefragt, die Mitglieder des BVBG eV sind.

    Darüber hinaus enthält der Registrierungsantrag einen Hinweis auf die Akkreditierungskosten der wie folgt lautet (Stand 1.4.2012):

    Einheitliche Verwaltungskostenpauschale: 400,-- EUR einmalig
    Akkreditierungsgebühr:  
    für Versorgungseinrichtungen: 500,--EUR;
    für Industrieunternehmen
    gestuft nach Jahresumsatz
    in Deutschland zwischen

    1.500.-- und 3.500.-- EUR
    für 24 Monate
    Re-Akkreditierungsgebühr: 50% der ersten Akkreditierungsgebühr nach 24 Monaten.
  2. Nach der Registrierung erfolgt die Übersendung des Akkreditierungsantrags per E-Mail verbunden mit der Übersendung der spezifischen Zugangsdaten für eine Onlinebearbeitung. Das Ausfüllen des Akkreditierungsantrags ist Voraussetzung für eine Akkreditierung.

    Gleichzeitig mit der Übersendung des Antrags und der Zugangsdaten erfolgt die Übersendung der Rechnung der Verwaltungskostenpauschale in Höhe von 400,-- EUR. Nach Eingang des Rechnungsbetrages und Übersendung des ausgefüllten Akkreditierungsantrags erfolgt die Prüfung der grundsätzlichen Akkreditierung durch den BVBG eV.
  3. Unter § 4 des Akkreditierungsantrages, der über die Homepage www.bvbg-guetesiegel.eu zur Akkreditierung aufrufbar ist, gibt es Pflichtangaben der Antragsteller. Dieser Bereich wird als Abfrage formaler Kriterien bewertet. Die Bestätigung dieser Pflichtangaben ist Voraussetzung für den Fortgang der Akkreditierung. Sofern die im Antrag unter § 4 aufgelisteten Pflichtangaben nicht erfüllt sind, ist eine Akkreditierung nicht möglich.
  4. Nach Übersendung des unterzeichneten Akkreditierungsantrages erhalten die Antragsteller einen weiteren Fragebogen wo in unterschiedlichen Strukturen Fragestellungen zum Unternehmen erfolgen, welche unter I. Themen zur Struktur im Unternehmen betreffen, unter II. Themen über Prozesse im Unternehmen mit Bezug zum Beschaffungs- und Einkaufsmanagement und unter III. Ergebniskriterien.

    Die Fragen sind mit Ja/Nein zu beantworten.

    Sofern der Akkreditierungsantrag mit den dort betreffenden Pflichtangaben unterzeichnet zurückgesandt wurde und die Auswertung der inhaltlichen Fragen von Antragstellern mit 70 % mit Ja beantwortet ist, stehen einer Akkreditierung inhaltlich keine Hindernisse mehr entgegen.
  5. Sofern die vorgenannten Voraussetzungen erfüllt sind, erhalten die Antragsteller eine Rechnung über die Akkreditierungskosten und den Akkredtierungsvertrag übersandt, welcher nochmals die Verpflichtung an die CHARTA des "BVBG-Gütessiegels" enthält. Nach Rücksendung des unterzeichneten Vertrages und Zahlung der Akkreditierungskosten erhalten die Antragsteller dann die Gütesiegelurkunde und damit verbunden die Berechtigung zur Nutzung des "BVBG-Gütesiegel" im Rechtsverkehr.
  6. Nach Ablauf von 24 Monaten ab Erteilung der wirksamen Akkreditierung erfolgt eine Reakkreditierung, im Rahmen dessen die Kriterienliste der inhaltlichen Fragen erneut abgefragt und bewertet wird. Sofern auch im Rahmen dieser Abfrage wieder 70 % der Fragen mit Ja beantwortet sind, wird gegen ein zur ersten Gebühr halbiertes Kostenentgelt die Akkreditierung um wiederum 24 Monate aktualisiert.
  7. Die Akkreditierung kann jederzeit widerrufen werden, wenn sich herausstellt, dass ein Antragsteller bewusst unwahre Angaben im Rahmen des Akkreditierungsverfahrens getätigt hat oder im Bereich von Pflichtangaben negative Änderungen bekannt werden.
    Im Falle des Widerrufs erfolgt keine Erstattung der Akkreditierungskosten. Mit dem Widerruf ist die Nutzung des "BVBG-Gütesiegel" im Rechtsverkehr nicht mehr gestattet.

 

Nutzung BVBG-Gütesiegel

  1. Die Vergabe und Berechtigung zur Nutzung des „BVBG-Gütesiegel“ obliegt allein dem BVBG. Das Gütesiegel darf nur in der durch den BVBG eV freigegebenen Form und Farbgebung erfolgen.
  2. Eine zusammenhanglose Nutzung des „BVBG-Gütesiegels ist nicht gestattet.